Samstag, 27. März 2010

Ein Stinktier

...kam da aus dem Wasserloch auf der Spreewiese. Im Sommer stehen hier Pferde. 
Und eigentlich war das Wasser verdünnter  Pferdeäpfelbrei. Ich bin ja so einiges gewöhnt von meiner Flaschenbürste, aber dieser Gestank war fürchterlich. Mein Erdferkel hat sich aber sehr wohl gefühlt. Am liebsten hätte ich Mischka hinterher in die Waschmaschine gesteckt. Und gut, dass er schon seine Kurzhaarfrisur hatte. 

Am Freitag, den 26.März flogen im Dorf die Störche ein. So zeitig waren sie noch nie. Meisten kommen sie ganz pünktlich zum 1.bis 3.April.
Ob das bedeutet, dass nun der Winter entgültig vorbei ist? Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, dass es  dieses Jahr weiße Ostern gibt.

Sonntag, 21. März 2010

Weg mit dem Lodenmantel!

Ja, ich habe jetzt eine tolle Kurzhaarfrisur. Mama hat mich gestern chick gemacht. Unter dem dichten Lockenfell kam ein schlankes Bürschchen zum Vorschein. Sie hat mir schon mein Futter reduziert, weil sie meinte, ich sei fett.
Das ganze Wochenende hat es geregnet, aber es war warm. Ich hatte auch wieder Besuch. Mein 4- jähriger Zweibeinerfreund  war hier. Was hatten wir wieder für einen Spass.
Und Scooby war auch kurz hier. Der Malinoi-Junge ist aber groß geworden und hatte gerade seinen ersten Geburtstag. 
 

Im Post "Er ist da" könnt Ihr sehen, wie bepelzt ich noch gestern vormittag aussah.

Donnerstag, 18. März 2010

Er ist da

...der Frühling! Von 0 auf 100!
Am frühen Nachmittag zeigte das Thermometer 17 Grad.

Wir fanden im Wald viele Schneeglöckchenenstauden. Auch einen ersten Schmetterling haben wir gesehen. Am Himmel kreisten 2 große Vögel. Ich denke, es waren schon die ersten Störche in der Region.  
Hier im Dorf bezieht der Storch fast pünktlich Ende März bis spätestens 2. April sein Nest. Das Storchenmädel  kommt immer etwas später und setzt sich ins gemachte Nest. 

Mischka beim Leckerli suchen. 

Montag, 15. März 2010

Die Igelgeschichte

Wie angekündigt, heute die kleine Igelgeschichte vom Sonntag.
Bevor wir uns gestern vormittag auf den Weg nach Berlin machten, ließ ich Mischka in einen abgezäunten  Teil unseres  großen Garten. Nach kurzer Zeit hörte ich sein aufgeregtes Bellen. Für mich war klar, irgendetwas stimmt da nicht, denn er bellt sonst sehr selten. Als ich bei Mischka ankam, stand er am Rand eines in die Erde eingelassenen Kinderplanschbeckens. Im Winter ist es natürlich leer. Auf dem Boden, 50 cm tiefer,  lief ein Igel aufgeregt hin und her, obwohl am Rand ein bellender Hund stand. Mischka sprang aus welchen Gründen auch immer nicht hinab.
Mischka hatte schon einige Igelbegegnungen. Die erste mit etwa einem halben Jahr. Da war er vorsichtig und neugierig. Danach spitzten sich die Situation zu. Er hat gelernt, nicht einfach mit dem Maul  zuzupacken, nein das tut ja weh. Er dreht den Igel mit den Pfoten auf den Rücken. Bisher kam ich immer rechtzeitg, um zu verhindern, dass Mischka ein Igelknacker wird. Die gestrige Situation war neu, denn er ließ sich abrufen und wegbringen.
Schnell holte ich die Kamera und befreite den Igel aus   seinem Gefängnis.
Nachdem ich einige Fotos machte, stellte ich fest, dass der Igel keine normalen Reaktionen zeigte, sich nicht richtig einrollte. Ich ging ins Haus um etwas zum fressen zu holen. Milch und einen Apfel. Als ich nach 2 Minuten wieder an die Stelle kam, wo ich den Igel verließ, war er spurlos verschwunden. Er muss um sein Leben gerannt sein.   Den Apfel habe ich kleingeschnitten liegenlassen. Er ist heute auch verschwunden.  


Mischkas begegnete mit 6 Monaten seinem ersten Igel in der Nacht. Sehr vorsichtig wurde geschnüffelt. Ich konnte ohne Angst um den Igel die Kamera holen. 

Sonntag, 14. März 2010

Berlin-Umwelttraining

Hallo, hier ist Mischka!
Heute hatte meine zweibeinige Schwester Geburtstag und wir fuhren natürlich zu ihr. Ich musste erst mal im Auto bleiben. In der Wohnung lebt ein alter verrückter Kater, den ich sicher zu Tode spiele, sagte Mama.
Aber sie kam dann bald, um mit mir einen langen Spaziergang zu machen. Umwelttraining nennt sie das. Wir liefen da hin, wo auch an einem verregneten, windigen Sonntag Menschen und Verkehr ist, zum Kudamm.
Ich denke sie hatte Angst, denn sie stellte sich mit mir unter die Bahnunterführung vom Bahnhof Zoo, wo es ganz schön laut ist und von oben immer  grummelte. Dann guckte sie mich immer an. Oder sie wollte sich ganz plötzlich in einem U-Bahnhof verstecken. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, warum sie da mit mir runter ging und wieder hoch auf die Strasse. Über viele, viele große Strassen liefen wir, an der Bordsteinkante mußte ich immer sitzen bleiben. Und ganz viele Hunde sah ich. Aber ich mußte vorbei gehen.
Die Gerüche und Düfte dort in der Stadt fand ich toll und interessant. 
Das hier fand ich ja ganz komisch. Da musste ich  kräftig bellen.
Eine grüne Kuh? Ja sind die denn in der Stadt plemplem? Das gibt es doch gar nicht!

Mama ist aufgefallen, dass ganz viele Leute sie anlächelten, wenn sie mich prächtigen Kerl ansahen. Viele Flaschenbürsten gehen wohl nicht in Berlin spazieren. Ein junger Penner an der Gedächtniskirche sagte zu meiner Mama: "Ey, Du hast aber einen geilen Hund!"

Ich war ganz schön müde. Mama sagt, ich habe mich vorbildlich benommen, Sie sei stolz auf mich.
Als wir wieder zu Hause waren, fing es  an  zu schneien. Da musste ich erst mal toben gehen.
Und dann gibt es noch eine Geschichte von einem Igel, den ich heute morgen im Garten fand. Aber das ein anderes Mal.

Samstag, 6. März 2010

Der Winter will nicht weichen...

...und Mama versinkt in Winterdepressionen. Aber sie läuft mit mir jeden Tag, auch wenn sie die Camera nicht mitnimmt, weil sie keinen Schnee mehr fotografieren möchte.
Im Garten liegt immer noch das weiße Zeug, dort wo die Schneeglöckchen und Tulpen wachsen sollten.
Auf unseren Spreewiesen ist der Schnee getaut. Und da es wieder sehr kalt geworden ist, durfte ich heute  zur großen Wiese, auf der sehr viele riesige Pfützen stehen, die gefroren sind.
Vormittags waren wir fährten. Naja, so richtig gut war ich nicht. Nur beim Verweisen wusste ich genau was zu tun ist. Die Fährte hatte ich nicht richtig in der Nase. Es war wohl doch zu kalt.
Hier sind Bilder von meinem  Wiesenabenteuer:

Huiiiii, meine Wiese ist rutschig!
Und weiter gehts zum nächsten See...
Huch, was ist das? Da ist ja Wasser drunter
Die Badesaison hat begonnen!

Nun muss ich erst mal Flaschenbürste spielen. Schütteln.